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18. September 2014 4 18 /09 /September /2014 19:34

Liebe Noctery-Freunde,

 

da bin ich also wieder, nach seeeehr langer Abstinenz. Das hatte nicht nur was mit negativen Dingen zu tun, sondern vielmehr mit der Tatsache, dass es einfach nicht ging, trotz eigentlicher Zeit keine Zeit war und … naja, manchmal ist das eben so im Leben – es muss der richtige Moment da sein.

 

Es gab in den vergangenen 9 Monaten natürlich viele Momente, in denen ich dachte „ja, Captain, jetzt hast Du einen Gedanken, der muss umgehend ins Noctery“ – dann fehlte aber das Telefon oder der Block, um eine Notiz zu verfassen oder zumindest ein Stichwort oder ich war in einer Situation, wo das nicht möglich war (Arbeit, Auto fahren, was auch immer). Zudem habe ich irgendwie oft darüber nachgedacht, dass, wenn es einem gut geht, das Schreiben und Philosophieren anders ist, nicht unbedingt schwerer fällt, aber anders ist.

 

Dass ich nicht mehr geschrieben habe, liegt vielleicht auch daran, dass es zum Herbst hin einfacher ist zu schreiben, weil durch die Stimmung, mehr Rotwein-Abende in dieser und der kommenden Jahreszeit der Gedankenfluss leichtgängiger ist. Vielleicht war es aber auch nur der Alltag, der mich gehindert hat. Ich kann es nicht sagen, um ehrlich zu sein. Jedoch frage ich mich es oftmals selbst.

 

Aber soll ich Euch noch was sagen: Es tut gut, wieder am Rechner zu sitzen und die Seele sprechen zu lassen. *räusper* natürlich sitze ich in meiner Kajüte und habe eine Feder und ein Stück Pergament *kicher* Siehe da, der Captain ist zurück.

 

Ich habe alte Texte von dieser Seite gelesen und festgestellt, dass ich dadurch auch wieder ein bisschen „reingekommen“ bin in mein altes Alter-Ego. Den Philosophen, den Denker, Lyriker. Den freundlichen und offenen Piraten.. „the pirate gets the ship and the girl tonight“ (wundervoller Song)  J

 

Ich nutze meine neue Inspirationsquelle in der Hoffnung, dass sie was taugt.

Ich nutze die Möglichkeit, einfach nur zu sitzen, Musik zu hören und eben den Gedanken freien Lauf zu lassen. Wobei ich sagen muss, dass ich gerade überlege, die alten Stichworte, die irgendwo sein müssen, zuerst an den Start zu bringen… lange genug haben sie nicht den Weg nach draußen gefunden.

 

So, das also nun der Status Quo…

 

Ohhhja, das ist einer der ehrlich philosophischen Gedanken, die ein Gehör finden müssen:

 

Es ging an einem wundervollen Abend in bezaubernder Gesellschaft um das Thema „Briefe schreiben“. Was heutzutage eigentlich viel zu selten gemacht wird. Leider, wie ich finde, und dabei muss ich mich auch an die eigene Nase fassen.

 

Klar ist es super, die ganze Sache mit Laptops, Smartphones und Tablets. Aber NIEMALS ersetzen diese Kommunikationsmittel ein echtes Gespräch von Angesicht zu Angesicht, noch ersetzen sie einen Brief, der mit viel Zeit geschrieben wurde. Mit der eigenen Schrift. Die (und das war der Gedanke, den ich mir quasi in dem Gespräch geräubert habe) Schrift, die im Grunde Mimik und Gestik eines jeden Menschen ist. Die Schrift eines jeden Menschen ist einmalig. Wie ein Fingerabdruck. Sie ist besonders und einmalig. Und sie ist dadurch wie ein Geschenk, was man dem Empfänger des

Briefes macht. Denn nicht nur durch den Inhalt schenkt man dem Empfänger einen Teil seines Ichs, sondern auch durch die (Einmaligkeit der) Schrift.

 

Deswegen auch hier an dieser Stelle wieder die Frage: Warum machen wir das so selten? Verlernen wir, verbindlich zu sein? Dinge von uns Preis zu geben? Verstecken wir uns hinter den Worten, die nur digital ihren Weg zum Anderen finden, ohne Wärme, ohne Persönlichkeit? Wollen wir es nicht mehr oder ist es eine Geißel dieses Zeitalters? Durch die moderne Technik?

 

Ich merke, dass ich nach und nach dazu übergehe, eher mal Jemanden anzurufen, anstatt eine Nachricht via WhatsApp oder SMS zu versenden. Wegen des persönlicheren Umgangs.

 

Aber wie gesagt, nichts REIN GAR NICHTS, kann ein echtes Gespräch ersetzen. Sich in die Augen sehen, darin lesen. Spüren. Fühlen. Sehen. Gestik, Mimik, alldas.

 

Sich austauschen. Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, Geschichten, Gedanken.

 

Sich fallen lassen. Auch das ist nur möglich, wenn man beieinander ist. In diesen Momenten merkt man auch immer wieder, wie sehr man ein Teil seines Ichs schenkt. Einen Teil seiner Seele, seines Herzens…

 

ach, was habe ich es vermisst zu schreiben…

 

in diesem Sinne… rein in die Träume, rein in die Kreativität, rein in die Gedanken- und Gefühlswelt…

 

auch ihr da draußen! Es lohnt sich!

 

Euer Captain

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Published by LeChuck563
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  • : Philosophische Gedanken zum Tag und der Versuch, den Gedankenwust im Kopf des Captains ein wenig zu ordnen
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