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3. Dezember 2013 2 03 /12 /Dezember /2013 17:06

 

Liebe Noctery Leser,

 

ich hatte zwischenzeitlich schon ein paar sehr direkte, wütende Einträge verfasst, weil mit meinen Worten erneut Schindluder getrieben ist. Ich habe mich dann dagegen entschieden, sie zu veröffentlichen…

 

Und der heutige Eintrag gilt leider wieder einem unfassbar traurigen Anlass. Ein (Schul-) Freund ist vergangene Woche auf seine Reise gegangen.

 

Er war ein so sehr herzensguter Mensch, hatte so eine grundpositive Ausstrahlung, die jeden in den Bann gezogen hat.

 

Wir haben uns selten bis gar nicht gesehen, aber ein Termin im Dezember war zum Treffen immer klar. Jedes Jahr. Und jedes Jahr war es so, als wenn wir gestern noch zusammen in irgendeinem LK gesessen hätten oder uns in der Cafete unterhalten hätten – immer mit viel Spaß, mit viel Lachen, immer herzlich, immer ehrlich, immer loyal, immer tiefgründig, immer immer immer aus dem Herzen heraus.

 

Dass er nun nicht mehr da ist, macht mich so fassungslos, dass mir fast die Worte fehlen.

 

Bei diesen Treffen, wo wir alle aufeinander treffen einmal im Jahr, werden oft diese typischen losen Verabredungen getroffen „jaaaa, war so schön, wir müssen uns unbedingt öfter oder mal wieder oder was auch immer sehen“ – passieren tut das meistens nichts, aus den unterschiedlichsten Gründen. Aber wisst ihr, was ich mir nach dem Tod meines Freundes so denke: Auch wenn man vielleicht nicht immer die Motivation oder Zeit findet, diese Menschen zu treffen… so kann man sich die Sekunde nehmen, wenn man an sie denkt, und das passiert öfter, als man glaubt, und einfach eine Nachricht schicken. Und wenn es nur ein „hallo, wie geht es Dir“ ist. Oder „Liebe Grüße“ oder wasauchimmer. Zeigen, dass man an den Anderen denkt. Man kann Menschen leider nicht hinter die Stirn gucken und oftmals vertut man sich, wenn man versucht zu interpretieren, wie es dem Gegenüber geht.

 

Ich denke, was wichtig ist ist, dass man im Gespräch bleibt. Dass man sich ab und an mal einen Gruß sendet. Oder sich mal auf ein Bier oder einen Kaffee trifft, selbst wenn man sich ganz vielleicht nicht so viel zu erzählen hat. Aber man hat gemeinsam eine wichtige Zeit in seinem Leben verbracht – die Schulzeit. Und wenn man nach 15 Jahren noch sagen kann „man trifft sich, man versteht sich, man ist interessiert und hat Spass zusammen“… sagt das doch viel über die zwischenmenschliche Ebene aus.

 

In diesem Sinne, mein lieber Freund… pass auf uns auf von da oben oder wo immer Du Dich rumtreibst. Wir werden Dich schmerzlichst vermissen!!!

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Published by LeChuck563
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