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5. Mai 2013 7 05 /05 /Mai /2013 20:49

 

Ahoi Noctery-Leser,

 

ich bin in Zitate-Stimmung.

 

Vieles, was mich inspiriert, einiges, was mich blockiert, sehr vieles, was mich unheimlich glücklich macht auf emotionaler Ebene – ich kann mich glücklich schätzen das erleben zu dürfen, was ich gerade erlebe. In jeder Form, mit allen Höhen, Tiefen, Verwirrungen, Irrungen, Wirrungen, ganz viel Freude und viel Nähe.

 

Der Captain wär ja aber nicht der Captain, wenn ich nicht auch ein paar Gedanken zum Grübeln und damit Befassen auf dem Schirm hätte.

 

Heute war ich das erste Mal nach sehr langer Zeit einfach mal wieder draußen und habe vor fremden Menschen Gitarre gespielt und hab meine Songs gesungen. Das war großartig.

 

Ich höre heute aber auch viel Frau Weber. Nicht, um mich runterzureißen oder in eine melancholische Stimmung zu kommen, ein Loch, aus dem ich nicht mehr rauskomme. Ganz im Gegenteil. Sondern weil mir die Musik so viel gibt.

Es sind so wundervolle Texte. So wunderschöne Musik…

 

„und es fällt mir oh so schwer einmal nichts zu denken, nichts zu tun

ich möcht wissen, ich möcht lernen und ist der Mond auch wunderschön

ich greife gleichfalls nach den Sternen(…) und wenn man unter zig Milliarden Menschen dann den einen findet, hätt ich gern keine Angst darauf zu bau´n.

Bitte, gib mir Gelassenheit, Zuversicht und Kraft und Liebe, so daß mir dann womöglich gar nichts andres übrig bliebe als endlich mal dem Leben zu vertraun.“


„Manchmal tut mir das Herz so weh, es fühlt sich seltsam an, dass ich mich selbst nicht mehr versteh. Wie kann das denn überhaupt passieren, wie kann man denn den Schlüssel zu seinem eigenen Kopf verlieren?“

 

Max Herre muss ich an dieser Stelle auch noch mal zitieren:

„Ach ja, ich glaub, mit Worten war ich immer ganz gut Doch auch für mich gilt:
was ich sag ist nicht gleich das, was ich tu“

 

Oftmals möchte man ganz anders reagieren, als so, wie man es dann tut. Manchmal brennen einem Sicherungen durch, vielleicht wird auch ab und an mal ein falscher Film eingelegt, der vollkommen unbegründet, falsch ist und überhaupt gar keine Berechtigung hat. Dann kann es einem Piraten, vor allem einem sturen, steinböckischen Kapitän passieren, dass die Zunge und der Impuls / das Temperament schneller sprechen als es vielleicht gut ist. Und dann kann es schneller passieren als einem lieb ist, dass man einen Stempel aufgedrückt bekommt und Jemanden verärgert oder wegschiebt, den man eigentlich ganz nah haben möchte. Und um jetzt noch mal zitieren, nämlich Lindenberg / Delay „Eigentlich bin ich ganz anders, ich komm nur leider viel zu selten dazu“- blöd ist das, weil da wieder rauszukommen ist schwierig. Machbar, aber schwierig. Fazit: Gar nicht erst in diese Situationen reinmanövrieren. Wie? Egal, hauptsache MACHEN!

 

Meist passiert so ein Unsinn, wenn man unsicher ist. Und woher kommt die Unsicherheit? Aus dem eigenen Pirateninneren! BLÖD IST DAS UND SO UNSINNIG UND UNNÖTIG! Wir hier in der Kölner Region sagen „Et kütt wie et kütt“ – man kann es eh nicht ändern, denn was passiert, passiert. Egal, ob im Guten wie im Schlechten. Es gibt Menschen, die leben, was Liebesdinge angeht, nach der Prämisse, dass wenn Jemand nicht an der Seite des Menschen bleiben will, weil irgendwer anders interessanter ist, dann ist das so und dann sollte man diesen Menschen, der nicht bleiben will, auch ziehen lassen. Korrekt in erster Linie. Aber lohnt es sich nicht manchmal auch zu kämpfen? Weil vielleicht der Kompass mal die falsche Richtung angezeigt hat, aus welchen Gründen auch immer? Das ist eine Sache, über die ich noch schwer nachdenken muss. Klar, man hat es leichter mit einer solchen Einstellung. Es tut (vielleicht) nicht ganz so weh, wenn man verlassen wird. Aber… ja, aber…. Wie gesagt, Piratenhirn zu voll, um den Gedanken weiterzudenken.

 

Was hatte ich noch auf meiner Liste… Das Zähmen. Genau. Es gibt einen Abschnitt im kleinen Prinzen, der von zwischenmenschlichen Beziehungen handelt.

 

 "Wer bist du?" sagte der kleine Prinz. "Du bist sehr hübsch ..."

"Ich bin ein Fuchs", sagte der Fuchs.

"Komm und spiel mit mir", schlug ihm der kleine Prinz vor. "Ich bin so traurig ..."

"Ich kann nicht mit dir spielen", sagte der Fuchs. "Ich bin noch nicht gezähmt!"

"Ah, Verzeihung!" sagte der kleine Prinz.

Aber nach einiger Überlegung fügte er hinzu:

"Was bedeutet 'zähmen'?"

"Du bist nicht von hier", sagte der Fuchs, "was suchst du?"

"Ich suche die Menschen", sagte der kleine Prinz. "Was bedeutet zähmen?"

"Zähmen, das ist eine in Vergessenheit geratene Sache", sagte der Fuchs. "Es bedeutet, sich 'vertraut machen'."

"Vertraut machen?"

"Gewiss", sagte der Fuchs. "Noch bist du für mich nichts als ein kleiner Junge,

der hunderttausend kleinen Jungen völlig gleicht. Ich brauche dich nicht,

und du brauchst mich ebenso wenig. Ich bin für dich nur ein Fuchs,

der hunderttausend Füchsen gleicht. Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich werde für dich einzig sein in der Welt ..."

"Ich beginne zu verstehen", sagte der kleine Prinz.


"Mein Leben ist eintönig. Ich jage Hühner, die Menschen jagen mich.

Alle Hühner gleichen einander, und alle Menschen gleichen einander.

Ich langweile mich also ein wenig. Aber wenn du mich zähmst, wird mein Leben wie durchsonnt sein.  Ich werde den Klang deines Schrittes kennen, der sich von allen anderen unterscheidet. Die anderen Schritte jagen mich unter die Erde. Der deine wird mich wie Musik aus dem Bau locken. Und dann schau! Du siehst da drüben die Weizenfelder?

Ich esse kein Brot. Für mich ist der Weizen zwecklos.

Die Weizenfelder erinnern mich an nichts. und das ist traurig.

Aber du hast weizenblondes Haar.

Oh, es wird wunderbar sein, wenn du mich einmal gezähmt hast!

Das Gold der Weizenfelder wird mich an dich erinnern.

Und ich werde das Rauschen des Windes im Getreide lieb gewinnen."

Der Fuchs verstummte und schaute den kleinen Prinzen lange an.

"Bitte ... zähme mich!" sagte er.

(…)

"Man kennt nur die Dinge, die man zähmt", sagte der Fuchs,(…)

„Wenn du einen Freund willst, so zähme mich!"

 

"Was muss ich da tun?" sagte der kleine Prinz.

"Du musst sehr geduldig sein", antwortete der Fuchs.

"Du setzt dich zuerst ein wenig abseits von mir ins Gras.

Ich werde dich so verstohlen, so aus dem Augenwinkel anschauen, und du wirst nichts sagen. Die Sprache ist die Quelle der Missverständnisse. Aber jeden Tag wirst du dich ein bisschen näher setzen können ..."


Am nächsten Morgen kam der kleine Prinz zurück.

 

"Es wäre besser gewesen, du wärst zur selben Stunde wiedergekommen", sagte der Fuchs.

"Wenn du zum Beispiel um vier Uhr nachmittags kommst, kann ich um drei Uhr anfangen,

glücklich zu sein. Je mehr die Zeit vergeht, umso glücklicher werde ich mich fühlen.

Um vier Uhr werde ich mich schon aufregen und beunruhigen; ich werde erfahren, wie teuer das Glück ist. Wenn du aber irgendwann kommst, kann ich nie wissen, wann mein Herz da sein soll ... " (…)

"Hier mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." "Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen", sagte der Fuchs. "Aber du darfst sie nicht vergessen. Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“

 

Aus Der kleine Prinz , von Antoine de Saint-Exupéry

 

 

Ich habe stark gekürzt. Und jeder Mensch muss sich natürlich seine eigenen Gedanken hieraus ziehen. Für mich bedeutet es einfach nur, dass es sich immer lohnt. Es lohnt sich IMMER zu investieren, zu geben, zu schenken, zu trauen, zu vertrauen, zu zähmen und gezähmt zu werden, auf das Herz zu vertrauen, es in Einklang mit dem Verstand zu bringen, zu träumen, zu leben und zu lieben.

 

In diesem Sinne, liebe Noctery-Leser…habt einen schönen Abend.

Euer Captain

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Published by LeChuck563
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  • : Philosophische Gedanken zum Tag und der Versuch, den Gedankenwust im Kopf des Captains ein wenig zu ordnen
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