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7. September 2012 5 07 /09 /September /2012 13:51


Liebe Noctery Leser,

 

 

die nun folgenden Gedanken sind welche, die schon länger auf einem Notizzettel standen, bisher aber noch nicht ihren Weg in einen ausgiebigen Text fanden.

 

Dennoch erscheinen mir diese Gedanken, auch wenn sie schon etwas „älter“ sind, als sollten und wollten sie mal endlich in einem Text verarbeitet werden…

Es kann sein, dass es etwas wirr wird, das ist aber dem Umstand geschuldet, dass es hauptsächlich nur Stichpunkte waren, die ich mir notiert habe…  let’s go!

 

„Pragmatische Entscheidungen in emotionalen Belangen zu treffen ist schier unmöglich.“

        Sehr richtig, lieber Captain. Das war eine äußerst spannende Erkenntnis, die ich zuvor noch nie so klar formuliert in meinem Kopf hatte.

Das „pragmatische Entscheidungen in emotionalen Belangen zu treffen“, klar, das geht alles, aber nur dann, wenn man sich selbst in die Tasche lügt. Wenn man sich was vormacht.

Man kann etwas für Jemanden empfinden, aber wenn man nicht die Aussicht auf Rückkopplung hat und Erwiderung, dann ist das menschliche Hirn durchaus in der Lage, es einfach beiseite zu schieben und die Dinge so zu nehmen und sich damit glücklich zu schätzen, wie sie sind, damit man den Menschen nicht verliert, der einem am Herzen liegt.

Es kommen keine Probleme auf in der zwischenmenschlichen Beziehung und es geht allen besser.

Allen? Nein. Es hat keinen Sinn, alles zu verdrängen.

 

Gefühle sind Gefühle, sie sind existent, sie wollen gelebt werden und so lange sie niemandem weh tun, ist es doch super.

 

Aber was ist, wenn es einem dann selbst weh tut, wenn man es äußert, fühlt, lebt? Verzwickte Geschichte…muss ich noch mehr darüber nachdenken…

 

 

 

„Ist glücklich sein vielleicht nur eine Momentaufnahme? Sozusagen von Augenblick zu Augenblick des Glücklich seins?“

-         Gute Frage, Captain. Es ist natürlich unheimlich anstrengend, immer wieder nach Glück zu streben, danach zu suchen, danach zu rennen. Dadurch kommt es unter anderem zu enormen Anstrengungen, die einen nie zur Ruhe kommen lassen, weil man ständig überlegt, was zum Glück führt. Das Streben nach Glück.

Vielleicht ist es aber wesentlich einfacher, die Momente, die einen glücklich machen, zusammenzufassen zu dem großen Ganzen bzw. jedes Mal zu der bereits vorhandenen Glücksschublade ein weiteres Stückchen Glück zu legen und nicht dauernd nach dem großen, anhaltenden, dauernden, konstanten Glück zu suchen.

Es widerstrebt mir ein wenig, weil ich nun mal ein hoffnungsloser Romantiker und Lyriker bin. Ein Tagträumer, der an das große Glück glaubt, was einen erfüllt in allen Belangen des Lebens und einen quasi ausfüllt.

 

Aber auf der anderen Seite weiß ich auch die kleinen großen Momente zu schätzen, die kleinen großen versteckten Momente, die man im Alltag oftmals und leicht übersieht. Und da käme dann wieder die Theorie mit der „von Augenblick zu Augenblick-Glück-suchen-und-finden“-These an den Start.

 

Kurzes Songtextzitat eingeworfen, weil ich es gerade höre und einfach als fantastische Lyrik empfinde:

Say to me what I want to hear
Say to me what I want to hear
Cause you never cared
You never even realised that I wasn't there” (Texas, “Thrill has gone”)

 

Zurück zum Glück. Haha, der Pirat, der alte Reimfuchs J

 

(das hier ist jetzt gerade ein aktueller Gedanke, der mir gerade in den Sinn kommt) Ich habe in der vergangenen Woche während eines Jobs einem interessanten Vortrag lauschen dürfen, wo der Referent auch ganz klar geäußert hat, dass wir „auf hohem Niveau jammern“. Und uns Gedanken machen. Vielleicht müssen wir öfter mit dem zufrieden geben, was wir haben. Aber laufen wir dann nicht Gefahr, oft zu viel hinzunehmen, was uns eigentlich nicht gut tut oder was wir nicht wollen? Weil wir uns ja glücklich schätzen sollten, die Dinge so vorzufinden, wie sie sind? Das hindert Veränderung. Das hindert in meinen Augen ein Weiterkommen, eine Weiterentwicklung, die bei uns Menschen nicht ausbleibt und zu uns gehört.

Verzwickte Geschichte…muss ich auch noch mehr drüber nachdenken.

 

Zurück zu den älteren Notizen…

 

„Mit zuviel Verantwortung komm ich auch nicht klar. Wenn’s drauf ankommt & freiwillig JA, nicht, wenn es gefordert / genötigt wird.“

        Genau, Captain, „für die Revolte…“

Ich übernehme gerne Verantwortung, gerne auch viel, vor allem auch im Zwischenmenschlichen, wenn man mich lässt. Ich kehre in der Regel immer erst mal vor meiner eigenen Haustür, suche Fehler erst einmal bei mir, bevor ich mit dem Finger auf andere Menschen zeige und sage „ich kann nichts dafür“. Das hat für mich auch was mit Verantwortung zu tun.

 

Zur Verantwortung gehört aber auch, dass man gelassen wird. Dass man Verantwortung leben und zeigen darf, nicht aus einem Druck oder einer Forderung heraus, sondern weil es einfach an der Zeit ist, weil der Moment, die Situation es erfordern.

 

Erneut ein kurzes Zitat:

“here's only one reason left for me to stay
But you won't like the reason why
Tried so many times to get through the two of you
But you don't even want to try
Times are hard and people need all they have got
Look around and see what's left today
Ain't so easy making it on your own
What more do I need to say

There's only one choice to be made
And I can't help it
If you take the wrong way”

(Texas – “One Choice”)

 

Zurück zu den alten Gedanken und Notizen…

Ich übernehme gerne Verantwortung, will es aber nicht beweisen müssen, dass ich es tue oder / und in welchem Maße ich es tue. Wenn es nicht reicht, wenn es nicht genug ist, dann kann ich den Menschen auch nicht helfen.

Ich versuche immer (!) mein Bestes zu geben. Immer 500%. Aber ich bin nun mal auch nur ein Mensch. Und ich brauche auch ab und an Schutz. Ich muss auch ab und an mal in den Arm genommen werden, liebevoll gesehen werden. Vielleicht auch ab und an mit Nachsicht.

Aber ich kann versprechen, dass ich wirklich immer und bei jedem Menschen, der in meinem Leben ist, zusehe, mein Bestes zu geben. Für den Menschen. Für die zwischenmenschliche Beziehung.

Ich bin voller Fehler. Voller Verfehlungen.

Aber nichtsdestotrotz ein gefühlvoller, liebevoller Mensch, der so viel zu geben hat. So viel!!! Solange man mich lässt.

Es sind nicht alle Notizen, die ich nun aufgegriffen habe, aber im Augenblick ist mein Kopf leer und wünscht sich einfach nur nach ein wenig Ablenkung, deswegen geht der Captain jetzt einfach mal Sport machen.

Ich hoffe, ihr könnt es mir nachsehen.

Ich muss noch mehr viel nachdenken… ihr vielleicht auch…?!?

 

 In diesem Sinne…habt einen schönen Tag und danke für’s „zulesen“

Captain

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Published by LeChuck563
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  • : Philosophische Gedanken zum Tag und der Versuch, den Gedankenwust im Kopf des Captains ein wenig zu ordnen
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