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13. Juli 2009 1 13 /07 /Juli /2009 22:55
Liebe Nocteryleser,

schön, Euch mal wieder hier zu lesen. Äh, also, ihr lest ja mich und nicht ich Euch. Wie auch immer. Heute ist "der Tag" - und zwar in fast exakt derselben Form wie vor elf Jahren. Einige Situationen sind eins zu eins. Selbe Stadt. Selbes Fest. Selbes Feuerwerk - mit den Erinnerungen, die daran behaftet sind. Gute Erinnerungen, schlechte Erinnerungen. Traurige Erinnerungen. Lustige Erinnerungen. Was zählt ist die Tatsache, was man -also, in dem Falle ICH- daraus mitnimmt. Bin gefragt worden, ob ich heute besonders traurig bin bzw. dass ich mich gut halte in Anbetracht dessen, was für ein Tag heute ist. Ja klar - das Leben läuft seinen Weg. Zwischendrin bleibt ein kurzer Moment der Stille, wo ich inne halte und mir denke "hoppsala - das tut weh." oder "hui, das hat mich jetzt erwischt" - aber dennoch - so wie fast jedes Jahr - stelle ich mir dann die Frage "Dear Captain, hättest Du alles so wieder gemacht?" "Wenn Du Dir alldas ansiehst, wie es gelaufen ist... würdest Du es wieder so machen?" Bisher war ich immer überzeugt. Habe mit voller Inbrunst JA gesagt - inzwischen bin ich mir unsicher. ICH bin unsicher. Bin mir nicht sicher. Aber eines weiß ich ganz sicher: Ich muss wieder ANFANGEN. NICHT AUFHÖREN. ANFANGEN. Machen. Tun. Zeit nehmen. Stille nehmen. Genießen. Inspirieren. Lassen. Inspirieren lassen. Zeit nehmen, um wieder auf die Kleinigkeiten zu achten. Diese mitzunehmen. Das Gute aus dem oftmals Schlechten des Alltags zu sehen und vor allem MITZUNEHMEN!!! Ist Euch schon einmal aufgefallen, dass zwischen "sehen" und "sehnen" nur ein Buchstabendreher zu tun ist? Großartig. Denn sehen hat viel mit sehnen zu tun - und sehnen viel mit sehen - oder vielmehr "nicht sehen".
Wo war ich? Genau - die Besonderheit des Tages hat mich gelehrt, wieder auf die Kleinigkeiten zu achten. Nicht ständig zu hetzen und zu laufen, um ja nichts zu verpassen - sondern einfach mal stehen zu bleiben. Umzusehen. Schauen. Genau hinsehen. Oder sehnen wahlweise :-) Wir machen uns so viel mit Alltäglichkeiten kaputt und vergessen uns in dem Moment selber. Und das Schlimme oder auch das Gute, man weiss es nicht, an der Sache ist ja: Du musst es NICHT allein machen. Das Stehenbleiben. Das geht auch gut zu Zweit. Mit Ruhe. Und Kraft. Die gebündelt wird. Um anzuschauen. Um Luft zu holen. Um zu atmen.....

In diesem Sinne, ihr lieben Nocteryfreunde, bitte ich Euch das erste Mal im Nocteryzeitalter... haltet mal an. Holt mal Luft. Seh(n)t Euch einfach mal um . Und schaut Euch an, was es zu seh(n)en gibt - das ist oft vielmehr, als man vermutet...

Gute Nacht
Der Cap

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Published by LeChuck563
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  • : LeChuck's Noctery - Aus dem Leben eines Piraten
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  • : Philosophische Gedanken zum Tag und der Versuch, den Gedankenwust im Kopf des Captains ein wenig zu ordnen
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